CDU-Kandidat Andreas Sturm und Olav Gutting tauschen sich mit „Oase“-Betreiber aus

Altlußheim. Fitnessstudios sind heute breit aufgestellt: Fitnesstraining für die Gesundheit, egal ob Ausdauertraining, Krafttraining, Rücken-training oder Wellness zur Entspannung und geistigen Gesundheit. „Mens sana in corpore sano“, zu Deutsch „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Um beides macht sich Monika Brand, Inhaberin der „Oase“ Altlußheim, massive Sorgen. „Unsere Mitglieder leisten Gesundheitsprävention, sie stärken ihr Immunsystem, sie haben für körperliche Leiden wie Rückenprobleme einen genauen Trainingsplan“, führt Brand weiter aus.

CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm hatte mit dem Bundestagsabgeordneten Olav Gutting die Inhaberin der „Oase“ zum Gespräch geladen, um deren Situation zu erörtern. Anfang Januar hatte der Landtagskandidat in der Schwetzinger Zeitung („Benachteiligte noch mehr benachteiligt“, 9. Januar) berichtet, dass Menschen mit Behinderungen an ihn herangetreten seien, da sie notwendige Übungen zum Muskelaufbau durch die Schließung der Fitnessstudios aufgeben mussten.

Die Fitnessstudios waren während der vergangenen zwölf Monate sieben Monate geschlossen und weitere Zeiten der Schließung werden folgen, bilanzierte Monika Brand. So langsam gehe es an die Substanz von Mitgliedern und Mitarbeitern, schließlich fehle die Perspektive. Brand bekräftigte die Aussichtslosigkeit und gab Einblick in die Anstrengungen der Studiobetreiber.

Viel in Hygiene investiert

„Wir haben viel gemacht für unser Hygienekonzept, haben den Aussagen der Politik vertraut, doch dann mussten wir schließen.“ Der Gesetzgeber habe der Branche immer mehr Belastungen auferlegt, von neuen Brandschutzverordnungen, Datenschutzgesetzen bis hin zu Dokumentationspflichten. Im Gegensatz zur Gastronomie, die eine Mehrwertsteuersenkung erhielt, gebe es für Fitnessstudios keine Erleichterungen und die als schnell und unbürokratisch angekündigten Hilfen dauerten viel zu lange – ganz zu schweigen von der Komplexität und den Inhaltserfordernissen des Antragsverfahrens.

Dazu komme das neue Vertragsrecht für flexiblere Kündigungsfristen, die den Fitnessstudios die Planung unmöglich machten. „Banken planen Kredite für zehn Jahre und bei einem Fitnessstudio sollen 24 Monate zu viel sein?“, stellte Brand in den Raum. Fitnessstudios seien sicherer als viele andere Orte, strengste Hygienemaßnahmen wurden eingeführt. Es gebe eine lückenlose und datenschutzkonforme Dokumentation und Kontaktnachverfolgungsmöglichkeit, welche Mitglieder zu welchem Zeitpunkt anwesend sind.

Mit den erarbeiteten Konzepten zur Raumaufteilung würden sich die Besucher nicht einmal nahe kommen, dazu wurde viel Geld in Lüftungsfilter investiert. „Jeder Einkauf im örtlichen Supermarkt ist gefährlicher als ein Besuch im Fitnessstudio“, ist Brand überzeugt.

Vorlaufzeit berücksichtigen

Abschließend appellierte Brand, den Fitnessstudios eine Öffnungsperspektive zu geben, schließlich geht es bei dem ganzen Thema Corona um Gesundheit. Die Studios könnten mit ihren Konzepten Übertragungen auf ein Mindestmaß reduzieren und gleichzeitig als Teil der Lösung einen wertvollen Beitrag zur Krankheitsprävention und zur Stärkung des Immunsystems geben.

Allerdings kritisierte Monika Brand bei den aktuellen Öffnungsplänen – wohl zum 22. März – dass die „Oase“ komplett in der Luft hänge, denn das Studio benötige circa drei bis vier Tage, die Öffnung vorzubereiten, bei erhöhten Infektion in einer Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis würde die ganze Öffnung womöglich kippen. Bei diesem Modell gebe es kaum Planungssicherheit. Sturm und Gutting versprachen, die Sicht der Fitnessstudiobetreiber mit in Landes-und Bundesgremien zu nehmen.

zg

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