CDU-Kandidat Andreas Sturm besucht den Betrieb Fröschlin / Firmeninhaber klagt über zunehmenden Verwaltungsaufwand

Reilingen. Zum 70. Firmenjubiläum besuchte CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm den Reilinger Schrotthändler Fröschlin, der während des Corona-Lockdowns als systemrelevantes Unternehmen geöffnet war, um sich über die aktuelle Situation des Unternehmens zu erkundigen, heißt es in einer Pressemitteilung des Kandidaten.

Firmeninhaber Werner Fröschlin begrüßte zusammen mit der kaufmännischen Leitung Ute Hoffmann den Landtagskandidaten, der in Begleitung des Reilinger CDU-Vorsitzenden Lukas Lehn, des Fraktionsvorsitzenden Peter Kneis und seines Großvaters Werner Schwesinger gekommen war.

Auf dem Firmengelände ist das Unternehmen mit den erforderlichen Umschlag-, Sortier- und Aufbereitungsanlagen ausgestattet, um den angelieferten Schrott zu recyceln oder an Handelspartner und Gießereien zu veräußern.

Mit Aushilfskräften beschäftigt die Firma Fröschlin zehn Mitarbeiter, die alle an umfangreichen Weiterbildungen teilnehmen müssen. „Gefahrgut, Handgranaten, radioaktives Material, all das müssen wir erkennen und aussortieren“, sprach Werner Fröschlin. Zwar müsse der Kampfmittelräumdienst selten anrücken und die Radioaktivitätsmessanlage filtere die vielen Gefahrstoffe heraus, die Mitarbeiter benötigen aber umfangreiche Kenntnisse zu den Schadstoffen und den zu erforderlichen Maßnahmen.

Systemrelevantes Unternehmen
In der Corona-Krise hatte die Firma Fröschlin als systemrelevantes Unternehmen geöffnet, Privatkunden dürfen nach einem kurzzeitigen Annahmestopp wieder Schrott abgeben. Andreas Sturm staunte über die genauen Vorgaben was Privatkunden überhaupt abgeben dürfen, so dürfen beispielsweise keine Elektrogeräte angenommen werden.

Werner Fröschlin beklagte die zunehmende Flut an Papierkram, so habe die Menge an Formularen, Vorschriften und Verordnungen in den letzten Jahren stark zugenommen. Überhaupt müsse die Firma jede Annahme von Metallen umfangreich dokumentieren und ein Privatkunde müsse die Datenschutzerklärung und alle anderen Formulare unterschreiben, egal ob er Schrott für fünf Euro oder für 50 Euro abgebe, so stehe Leistung und Aufwand in keinem Verhältnis. Der Betrieb möchte aber als Service weiterhin von lokalen Privatkunden Schrott annehmen, betont Fröschlin.

Nicht mit Auflagen erdrücken
Die lokalen Schrotthändler haben eine wichtige Funktion, doch es sei immer schwieriger Menschen zu finden, die einen Schrotthandel führen wollen, da die Menge der Anträge, Dokumente und Dokumentationen fast unüberblickbar sei.

Andreas Sturm dankte Werner Fröschlin für die eindrucksvolle Betriebsführung, denn Entsorgungsfachbetriebe leisten einen wichtigen Beitrag für das Recycling und damit den Umweltschutz. Der Staat dürfe daher die Schrottbetriebe nicht mit einer Auflagenlast erdrücken, die nur noch Großbetriebe leisten können, das Rückgrat des Landes Baden-Württemberg sei nämlich ein gesunder Mittelstand, der auch Arbeitsplätze vor Ort biete.

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