Landtagsabgeordneter Andreas Sturm besucht Theater am Puls in Schwetzingen

Die Corona-Krise hat vor allem auch die Kultur- und Veranstaltungsbranche massiv getroffen. Seit Beginn der Krise vor über einem Jahr befindet sich die Branche im Lockdown. Hiervon betroffen ist auch das Theater am Puls in Schwetzingen. Dem CDU-Landtagsabgeordneten für den Wahlkreis Schwetzingen Andreas Sturm war es daher ein besonderes Anliegen, bei einem seiner ersten Termine im Wahlkreis das Theater am Puls zu besuchen. Vor Ort traf sich Sturm mit dem Intendanten Joerg Mohr sowie dem Vorsitzenden des Freundeskreises Theater am Puls e.V. Walter Imhof und informierte sich über die aktuelle Lage des Theaters, Perspektiven und weitere Unterstützungsmöglichkeiten.

Intendant Mohr berichtete von der aktuell schwierigen Lage des Theaters durch die Coronamaßnahmen. „Wir befinden uns seit März 2020 praktisch durchgehend im Lockdown. Das hat enorme wirtschaftliche Folgen für das Theater. Vor der Krise konnten wir bei 90 Sitzplätzen und einer durchschnittlichen Auslastung von 90 Prozent einen beachtlichen Anteil unseres Etats selbst erwirtschaften. Diese Einnahmen fallen nun vollständig weg“, so Mohr. Zwar gebe es Unterstützungsmaßnahmen des Bundes und des Landes. Bei der Umsetzung der Unterstützungsmaßnahmen gebe es aber oft Lücken. So konnte das Theater am Puls einige Förderanträge nicht stellen, da man beispielsweise institutionell durch die Stadt und das Land gefördert werde. Zudem seien die Überbrückungshilfen des Bundes sehr spät ausgezahlt worden. Der CDU-Landtagsabgeordnete sah hier ebenfalls Optimierungsbedarf. „Wir müssen derartige Lücken in den Unterstützungsmaßnahmen schließen, sämtliche Maßnahmen stetig evaluieren und gegebenenfalls Anpassungen bei den Hilfsmaßnahmen vornehmen“, erklärte Sturm.

In diesem Zusammenhang hob Mohr die Unterstützung durch die Stadt Schwetzingen hervor. „Mit der Stadt Schwetzingen haben wir einen verlässlichen Partner an unserer Seite. Ohne die finanzielle Unterstützung der Stadt auch vor der Corona-Krise wäre der Theaterbetrieb nicht zu realisieren.“, so der Theaterintendant. Die Stadt stelle zudem die Räumlichkeiten zur Verfügung. „In der jetzigen Krise hat die Stadt das Theater nochmals nach Kräften unterstützt. So konnten im letzten Jahr im Rahmen des Kultursommers einige Aufführungen unter Einhaltung der Corona-Beschränkungen im Schlossgarten stattfinden. Ohne die Stadt wäre das nicht möglich gewesen“, erklärte Mohr.
Sturm schloss sich dem Dank an die Stadtspitze um Oberbürgermeister Dr. Rene Pöltl und dem Gemeinderat in Schwetzingen an.
Der Vorsitzende des Freundeskreises Theater am Puls, Walter Imhof, berichtete zudem über die vielfältige Unterstützung des Theaters durch Einzelpersonen und Unternehmen aus der Region gerade auch in der Krise. Das Theater werde zudem durch viele Ehrenamtliche beispielsweise im Bereich Technik und Bühnenbilder unterstützt.

Theaterintendant Mohr sprach außerdem die finanzielle Förderung des Landes Baden-Württemberg an und wies hier auf das Ziel einer zwei-zu-eins-Förderung zwischen Stadt und Land für das Theater hin. Mit den aktuellen Zuschüssen bleibe das Land aber deutlich hinter diesem Ziel zurück. Der CDU-Landtagsabgeordnete sagte zu, dies in Stuttgart zu thematisieren. „Die aktuelle Finanzlage im Land ist aktuell angespannt und ich kann daher keine Versprechen abgeben. Aber ich werde das Thema in Stuttgart ansprechen und mich für eine Erhöhung des Landeszuschusses einsetzen“, so der Abgeordnete.

Bei dem Gespräch wurde außerdem die Belastung für die Schauspieler/-innen und Mitarbeiter/-innen durch die aktuelle Situation thematisiert. Die Proben liefen zwar teilweise weiter, aber die Aufführungen vor Publikum würden fehlen. „Wir können seit einem Jahr unserem Beruf nicht nachgehen. Uns allen fehlt die Bühne, fehlt das Publikum“, so Mohr. Daher sei es jetzt notwendig, Perspektiven für die Kultur- und Veranstaltungsbranche zu schaffen. Sturm unterstützte diese Forderung. „Wir müssen jetzt auch Öffnungsperspektiven im Bereich Kultur und Veranstaltungen mit klugen Hygiene- und Testkonzepten geben. Und wir sollten den Sommer nutzen und evaluieren, unter welchen Bedingungen und mit welchen Hygiene- und Testkonzepten Veranstaltungen künftig durchgeführt werden können. Das haben wir im letzten Sommer versäumt und diesen Fehler dürfen wir jetzt nicht wiederholen“, erklärte Sturm.

Zum Abschluss dankte der CDU-Parlamentarier Joerg Mohr und Walter Imhof für das offene Gespräch und für das Engagement für das Theater. „Das Theater am Puls strahlt weit über Schwetzingen hinaus in die Region. Hier wird mit viel Herzblut und Engagement ein Kulturangebot für die Menschen in der Region geschaffen. Das Theater hat jede Unterstützung verdient“, erklärte Andreas Sturm abschließend und sicherte zu, weiter im Dialog zu bleiben.

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