CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm besucht Bürgerinitiative Pro Stadtwald C4 Hockenheim

„Es drängt sich der Verdacht auf, dass Entscheidungsträger glauben, bei stark belasteten Anwohnern mache es ohnehin keinen großen Unterschied, ob man ihnen noch mehr zumutet«, stellte CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm bei seinem Besuch bei der „Bürgerinitiative Pro Stadtwald C4 Hockenheim“ fest. Zwischen Autobahnraststätte und Wohngebiet liegen nur gut 200 Meter Wald, nun soll die Rastplatzerweiterung die Waldfläche auf die Hälfte reduzieren. Die Bürgerinitiative hat schwarze Bänder an denen Bäumen angebracht, die der Raststättenerweiterung zum Opfer fallen sollen, erklärt die Sprecherin Stefanie Garcia Laule.

„Der Stadtwald ist ein wichtiger Lärmschutz, Sichtschutz, Emissionsschutz und Beitrag gegen die Klimaerwärmung und vor allem ein Naherholungsgebiet“, sprach Sturm, den bei seiner Begehung am Sonntagmorgen mehr als ein Dutzend Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern passierten. Die Anwohner seien durch die vielbefahrene A6 sowie den Hockenheimring seit Jahren besonders stark belastet, da sei es nur fair, diese wertvolle Entlastung bestehen zu lassen.

Es sehe so aus, als solle dieser Standort mit viel Druck und in aller Eile durchgesetzt werden. Das Regierungspräsidium wird die Zuständigkeit in Kürze an die Autobahngesellschaft abgeben. Sturm forderte, dass aus diesem Zuständigkeitswechsel keine Nachteile für die Hockenheimer Bürgerinnen und Bürger entstehen dürfen, wie beispielsweise eine schwierigere Kommunikation mit den Entscheidungsträgern. Die Bürgerinitiative berichtete, dass die für dieses Jahr geplante Umweltverträglichkeitsprüfung vom Regierungspräsidium nicht durchgeführt wurde und nun die Autobahn GmbH die weitere Vorgehensweise entscheidet. Ebenso habe man an Stelle der Entscheidungsträger nur einen relativ kleinen Autobahnabschnitt betrachtet und kaum nach Alternativen gesucht. Die Alternative für den Rastplatz auf Reilinger Gemarkung sei laut Sturm genauso ungeeignet und es dränge sich der Eindruck auf, dass es gar nicht gewünscht sei andere Standorte zu prüfen.

Sturm versprach sich aktiv für den Stadtwald einzusetzen, wenig halte er davon, Versprechungen zu machen, dass die LKW-Fahrer durch die Digitalisierung in Zukunft leichter einen Rastplatz finden und die Gütertransporte immer mehr auf die Schiene verlegt werden. Wenn es insgesamt zu wenige Rastplätze gebe, helfe auch eine kluge App nichts und der Gütertransport auf der Schiene nehme zwar zu, trotzdem habe der LKW-Verkehr genauso steigende Zahlen, die durch die Entwicklung der Wasserstofftechnologie sicher noch weiter zunehmen werde. Andreas Sturm versprach sich mit voller Kraft für den Stadtwald einzusetzen statt auf unklare zukünftige Entwicklungen zu vertrösten.

Bei einem solchen Eingriff müssen Politiker alle Kräfte mobilisieren und auf die Wichtigkeit des Waldes aufmerksam machen. Deshalb forderte Sturm weiterhin aktiv und auf allen politischen Ebenen für den Stadtwald zu kämpfen, dessen Verlust schwere Auswirkungen auf die Wohnqualität hätte.

Eine Bürgerin nannte Autobahnenraststätten, die über die Autobahn gebaut sind und in Norddeutschland zu sehen sind, als Alternative, es würde Platz geschaffen, keine Fläche verbraucht und man habe noch Dachflächen für PV-Anlagen.

Andreas Sturm lobte die Bürgerinitiative , die nicht nur gegen die Ausbaupläne der Raststätte protestiert, sondern selbst mit großem Engagement die Aufforstung des Stadtwalds betreibe, ein solches bürgerschaftliches Engagement sei vorbildlich.

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