Vorträge

Neben Vorträgen zu politischen Themen, halte ich Vorträge in folgenden Gebieten (mit einigen Themenbeispielen):

  • Literatur (Schwerpunkt: William Shakespeare und Oscar Wilde)

    • "Der Mythos William Shakespeare"

    • "Ästhetizismus in Oscar Wildes 'Bildnis des Dorian Gray'"

  • Religion und Religionswissenschaft

    • "Wirtschafts-und Finanzethik aus christlicher Perspektive"

    • "Religion in der Popkultur"

    • "Religion und Kirche im 21. Jahrhundert"

    • "Säkularisierung oder Rückkehr der Religionen?"

  • Geschichte, Politik und Kultuswissenschaft

    • "Ethik und Moral. Von der Systematik des Bösen"

Eine Auswahl an Institutionen und Organisationen, bei denen ich Vorträge gehalten habe, sind:

  • Lutherische Kirchengemeinde Marco Island, Florida

  • Marco Island Shakespeare Festival, Inc. & Naples Shakespeare Festival, Inc. GLOBAL

  • Literarische Gesellschaft Arnsberg

  • Philosofa, Arnsberg

  • Evangelische Kirchengemeinde Neulußheim

  • Zeitgeschichte-Tage, Braunau am Inn

  • Presseclub Frankfurt

  • Lions Hockenheim

  • Wellnesshotel Rimberg, Schmallenberg

Berichterstattung zu dem Vortrag in Marco Island, Florida (16.11.2017) aus der Schwetzinger/Hockenheimer Tageszeitung
Berichterstattung zu dem Eröffnungsvortrag bei den 28. Braunauer Zeitgeschichte- Tage am 27.09.2019

"Soziale Netzwerke sind der moderne Pranger"
(Von Monika Raschhofer 03. Oktober 2019 12:29 Uhr, Oberösterreich-Nachrichten)

BRAUNAU. Eröffnungsredner Andreas Sturm bei den 28. Braunauer Zeitgeschichtetagen zum Thema "geachtet – geächtet"

Kunstwerke in vielen Facetten und konkrete Künstler waren wesentlicher Inhalt der 28. Braunauer Zeitgeschichtetage unter dem Motto "geachtet – geächtet". "Es geht uns nicht um Lobpreisung oder Bloßstellung, Seligsprechung oder Hexenjagd", stellte Florian Kotanko, Obmann des Vereins für Zeitgeschichte, eingangs klar. Die Veranstaltung bedeute ihm und für die Stadt sehr viel, betonte Bürgermeister Hannes Waidbacher (ÖVP) bei seiner Begrüßung.

Filme, Bücher, Musik, Bildende Kunst und Architektur wurden in den Vorträgen betrachtet, der zeitliche Bogen reichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Eröffnungsredner Andreas Sturm – Anglist, Theologe, Politiker, Autor, Vortragender, Kulturexperte und Fußballschiedsrichter – legte dar, dass die sozialen Netzwerke heutzutage die gleiche Funktion erfüllen wie der Pranger im Mittelalter. Der Shitstorm im Netz werde immer heftiger und kürzer, beobachtet der Experte.

"Bei der moralischen Bewertung gibt es eine Verschiebung von institutionellen Moralinstanzen, die kaum noch Akzeptanz haben, zu sozialen Netzwerken. Facebook ist heute die erste und letzte Instanz", konstatierte der Vortragende aus Deutschland. In unserem Rechtssystem seien Rehabilitation und Vergebung möglich, in den sozialen Medien sei das nicht vorgesehen und es gebe dort keine transparenten Bewertungskriterien.


Am Beispiel "Me too" erläutert

"Die Shitstorm-Kultur hat aber eine basisdemokratische Funktion, dort wird Protest kundgetan, sie ist ein Seismograph, wie ein öffentlicher Pranger", sagte der Referent. Die "Me-too-Bewegung" nannte er als Beispiel. Ausgelöst wurde sie durch den Ärger über zu milde Gerichtsurteile und über Promis, die sich freikauften: "Die Dissonanz zwischen den Skandalurteilen und dem Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung war zu groß."

Eine zweite Verschiebung gebe es von der Kunst zum Künstler: "Die Kunst darf alles, aber die Unmoral eines Künstlers gefährdet dessen Akzeptanz und Existenz." Popstar Michael Jackson nannte er als Beispiel, dessen Musik wegen des Missbrauchsvorwurfs zeitweise von einigen Sendern boykottiert wurde. Oder Kevin Spacey, der als Bösewicht Zuseher fasziniert, aber aus dem Film geschnitten wurde, nachdem es den Verdacht gab, er habe im realen Leben Böses getan.

Der Referent regte einen nationalen Ethikrat an, der beratend tätig werden könnte, wenn etwa Künstler von Veranstaltungen ausgeladen werden. Er wünscht sich statt Boykott mehr Auseinandersetzung, auch Ästhetik, nicht nur politischen Aktivismus. Und stellt fest, dass trotz steigender Besucherzahlen in Museen ein Teil der Bevölkerung nicht erreicht werde. Kunst solle alle gesellschaftlichen Strömungen abbilden.

"Kultur und Kunst sind nicht die ersten, die wichtigsten Themen in der aktuellen Politik. Großes Lob für die Veranstalter, die das hier zum Thema machen und es aus mehreren Perspektiven betrachten", betonte Sturm.

[...]


Mit freundlicher Genehmigung:
Text: Monika Raschhofer
Bilder: Fritz Curzon, Walter Geiring

Veröffentlichungen

„Regelmäßig schreibe ich zu Themen aus Politik, Kultur und Bildung auf www.TheEuropean.de.
Per Klick gelangen Sie zum Artikel.

"Was würde Shakespeare zum Brexit sagen?" WirtschaftsKurier (07.11.2019)

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"Der Humor Jesu: Klaus Berger legt neue Facetten Jesu offen" (21.02.2019)

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"Über das Verhältnis von Kunst und Moral: Steht Kevin Spacey vor dem Comeback?" (27.12.2019)

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Sturm, Andreas, Helen Dies: ",Looking for Alaska' und ,Tschick' in der interdisziplinären Perspektive". Praxis Fremdsprachenunterricht 2/18. Oldenbourg.

 

 

 

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Rezension von Hans Martin Esser, TabulaRasa Magazin 06.11.2019

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