Andreas Sturm MdL

Wie gut sind wir auf Katastrophen vorbereitet?

CDU-Landtagsabgeordneter Andreas Sturm besuchte das DRK Lussheim

Altlußheim. Wie gut ist die Region für den Ernstfall vorbereitet? Diese Frage stand im Zentrum eines Besuchs des CDU-Landtagsabgeordneten Andreas Sturm beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Lussheim. Der Ortsverein deckt die beiden Gemeinden Neulußheim und Altlußheim ab. Im Gespräch mit dem Vorsitzenden des DRK Lussheim, Martin Rubner, und Renato da Silva vom Ortsverband sprach der Parlamentarier über den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz in der Region.

Foto (v.l.): Renato da Silva und Martin Rubner vom DRK Lussheim im Gespräch mit Andreas Sturm MdL (Foto: Melkus)Foto (v.l.): Renato da Silva und Martin Rubner vom DRK Lussheim im Gespräch mit Andreas Sturm MdL (Foto: Melkus)

„Ein großflächiger Stromausfall, Starkregenereignisse mit Überschwemmungen oder ein Cyberangriff: Diese Szenarien können sich auch bei uns in der Region jederzeit ereignen. Wir müssen uns hierauf vorbereiten und sensibilisieren“, so Rubner.

Wichtig sei, in entsprechende Infrastruktur in den Kommunen zu investieren. Beispielsweise sollten zentrale Einrichtungen wie Rathaus oder Feuerwehrgerätehaus mit einer Notstromversorgung ausgestattet werden. Auch die Anschaffung von mobilen Notstromaggregaten könne sinnvoll sein. Eine enge Abstimmung der im Bevölkerungsschutz tätigen Organisationen sei essenziell. Regelmäßige Katastrophenschutzübungen seien daher absolut notwendig. Hier leiste auch das DRK einen wichtigen Beitrag.

Sturm berichtete, welche Maßnahmen das Land im Bereich Bevölkerungs- und Katastrophenschutz ergreife. „Das Thema hat für uns politische Priorität. Deshalb haben wir ein neues Landeskatastrophenschutzgesetz auf den Weg gebracht und investieren zudem in diesen Bereich“, betonte der Abgeordnete.

„Doch auch jeder einzelne kann einen Beitrag zum Katastrophenschutz leisten“, so Rubner. Das DRK biete regelmäßig Infoveranstaltungen hierzu an.

„Wie kann man sich gut auf den Ernstfall vorbereiten und Vorsorge treffen? Was sind die Empfehlungen? Hierüber informieren und sensibilisieren wir regelmäßig Bürgerinnen und Bürger über verschiedene Informationsangebote“, berichtete der DRK-Vorsitzende.

Wichtig sei beispielsweise, einen ausreichenden Vorrat an haltbaren Lebensmitteln wie Konserven für einige Tage vorzuhalten. Auch sollte man sich auf einen längeren Blackout – also die Unterbrechung der Stromversorgung für mehrere Tage – vorbereiten. Eine Grundausstattung etwa mit Taschenlampen, Kerzen und einem Gaskocher in jedem Haushalt sei sinnvoll. Des Weiteren sei ein Vorrat an Verbandsmaterialien und essenziellen Medikamenten wie Schmerzmitteln notwendig. „Im Katastrophenfall sind weder Supermärkte noch Apotheken einsatzfähig“, so Rubner.

Ein Notgepäck sollte immer bereitgehalten werden. „Im Ernstfall müssen Menschen häufig sehr schnell ihre Wohnung oder ihr Haus verlassen und in einer Notunterkunft untergebracht werden. Da ist ein bereits vorbereitetes Notgepäck sehr sinnvoll“, erläuterte Rubner.

Von besonderer Bedeutung sei auch die Information und Kommunikation im Katastrophenfall. „Es gibt kein flächendeckendes Netz an Sirenen mehr und digitale Informationskanäle werden auch im Katastrophenfall wichtig sein. Daher sollte jeder die Warn-App „NINA“ installiert haben“, so Rubner.

Weitere Informationen, Tipps und Empfehlungen rund um das Thema Vorsorge für Krisen und Katastrophen gibt es auch auf der Webseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unter https://www.bbk.bund.de/.

„Wir müssen uns als Gesellschaft insgesamt besser auf den Ernstfall vorbereiten und resilienter werden. Die Ehrenamtlichen im DRK leisten insbesondere im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz wichtige Arbeit“, dankte Sturm den DRK-Aktiven für ihr Engagement.